Das Dreieck der Nachhaltigkeit symbolisiert das Konzept, dass eine nachhaltige Entwicklung nur erreicht werden kann, wenn soziale, ökologische und ökonomische Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt umgesetzt werden.
Die Definition der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt" (pdf): „Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination."
Ein ethischer Grundsatz der Nachhaltigkeit lautet, dass jede Generation ihre Aufgaben lösen muss und sie nicht den kommenden Generationen aufbürden darf. Für die soziale Seite des Dreiecks der Nachhaltigkeit bedeutet dies die Auseinandersetzung mit Fragen nach Generationengerechtigkeit, nach Vorbeugung von Armut und nach sozialem Zusammenhalt. Mehr...
Soziale nachhaltige Entwicklung behandelt die Um- und Neustrukturierung von sozialen Sicherungssystemen und die Vorbeugung von Armut und sozialer Ausgrenzung und hat das Ziel, allen Bevölkerungsschichten Chancen zu eröffnen, sich an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung zu beteiligen. Um dies zu erreichen, spielt vor allem die Vermittlung von sozialem Wissen und sozialen Kompetenzen eine entscheidende Rolle.
Auch eine nachhaltige Politik und die Sensibilisierung der Gesellschaft für verantwortungsvolles und nachhaltig bedachtes Handeln gehören zu den Kernelementen einer nachhaltigen Entwicklung.
Soziale nachhaltige Entwicklung bedeutet darüber hinaus: „Förderung einer demokratischen, gesunden, sicheren und gerechten Gesellschaft, die sich auf soziale Integration und Zusammenhalt stützt, die Grundrechte und die kulturelle Vielfalt achtet, die Gleichstellung von Männern und Frauen gewährleistet und Diskriminierung jeglicher Art bekämpft." Mehr... (pdf)
Neue Wege zu gehen, kulturelle Vielfalt zu erleben und zu gestalten, sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu entwickeln und zu intensivieren und nicht zuletzt Lebensqualität für ein gesundes Leben zu sichern sind die Aufgaben und Verantwortung jedes einzelnen Menschen in unserer heutigen Zeit. Mehr...
Beispiele aus dem Veranstaltungskalender von NRW denkt nach(haltig):
Ausstellung „Rosenstraße 76"
Die Ausstellung stößt dazu an, Gewalt wahrzunehmen, Ursachen zu
benennen und überwinden zu lernen auf allen Ebenen des Miteinanders in
persönlichen Beziehungen und in der Familie.
oder
Lutz van Dijk liest aus seinem Jugendbuch „Themba"
Themba ist seit seiner Kindheit Fußballer aus Begeisterung und
Leidenschaft. Nun sitzt er stolz auf der Ersatzbank der
südafrikanischen Nationalmannschaft. Doch in seine Freude mischt sich
die Angst um seine Mutter, die schwer gezeichnet im Krankenhaus liegt:
AIDS.
Die Bildung ökologischer Nachhaltigkeit ist ein Hauptziel der nachhaltigen Entwicklung. Die EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung definiert folgende Ziele für den Umweltschutz: „Bewahrung der Fähigkeit der Erde, das Leben in all seiner Vielfalt zu beherbergen, Achtung der Grenzen ihrer natürlichen Ressourcen und Gewährleistung eines hohen Maßes an Umweltschutz und an Verbesserung der Umweltqualität; Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung sowie Förderung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster, um Wirtschaftswachstum und Umweltbeeinträchtigungen voneinander zu entkoppeln." Mehr... (pdf)
Eine ökologisch nachhaltige Lebensweise bedeutet, natürliche Rohstoffe nur auf Dauer und im Rahmen ihrer Fähigkeit zur Regeneration zu nutzen. Damit der Mensch seine Umwelt nicht mehr in diesem großen Ausmaße belastet, sollen Menschen für das Thema Umwelt und Natur noch stärker sensibilisiert werden.
Dazu gehört genauso eine effiziente Nutzung von Energie und verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, die das Klima schützen und die Emission der Treibhausgase verringern. Auch Zivilgesellschaft und Politik sind gefragt, neue Rahmenbedingungen für die Energie-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu schaffen. So sollten entstehende Umweltkosten in Planung und Preispolitik einbezogen werden. Mehr...
Auch die umweltverträgliche Produktion von Lebensmitteln, ein Umdenken und eine Neustrukturierung von Konsumverhalten sind Themen der ökologischen Nachhaltigkeit. Zudem gewinnen gesundes Essen und gesunde Ernährung an Bedeutung und damit auch der vorsorgende Verbraucherschutz.
Nicht nur im Bereich Energie und Konsumverhalten sind wir auf Bildung von Nachhaltigkeit angewiesen: Auch beim Erhalt von biologischer Vielfalt, bei der nachhaltigen Bewirtschaftung empfindlicher Ökosysteme und umweltfreundlicher Nutzung von neuen Technologien sowie in vielen anderen Bereichen müssen neue Wege entwickelt werden, um eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. Mehr...
Beispiele aus dem Veranstaltungskalender von NRW denkt nach(haltig):
Radio-Workshop zum Thema Genfood
Was ist Gentechnik überhaupt? Gibt es Genfood schon in der Ladentheke?
Wo werden genmanipulierte Pflanzen angebaut – und welche? Welche
Risiken gibt es dabei für Mensch und Natur?
oder
"Piraten, Landhaie und Umweltsünder - Ein Dorf wehrt sich"
CulturBazar e.V. präsentiert zusammen mit FilmLust GbR und der
Schweizerin Dokumentaristin Charlotte Eichhorn am 18.09.2008 um 10.00
Uhr im Cinekarre Aachen ihren Film "Piraten, Landhaie und Umweltsünder
- ein Dorf wehrt sich".
Neben dem Sozialen und dem Ökologischen bildet die Ökonomie die dritte Säule des Dreiecks der Nachhaltigkeit. Die ökonomische Bildung der nachhaltigen Entwicklung umschließt die Förderung einer umweltverträglichen Produktion einerseits und diverse Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens andererseits. Dazu gehört die Förderung verantwortungsbewusster Unternehmen genauso wie eine enge Kooperation zwischen Staat und Unternehmen. Mehr...
Um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben, ist die Öffnung des Zugangs zu umweltfreundlichen Technologien zu günstigen Bedingungen sinnvoll. Dies ist verknüpft mit einer flächendeckenden Förderung von Forschung, Entwicklung und Anwendung umweltfreundlicher Technologien. Dadurch wird eine umweltverträgliche und ökonomisch effiziente nachhaltige Entwicklung geschaffen. Ideen der stärkeren Produktverantwortung der Unternehmen und eine nachhaltig produzierende Industrie sind weitere Bestandteile dieses Themenkomplexes. Mehr...
Nachhaltige Entwicklung bedeutet auch finanzpolitische Stabilität. Durch ein ausgeglichenes Wirtschaften in unserer heutigen Zeit wird den nachfolgenden Generationen Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit (zurück-)gegeben.
Nachhaltiges Arbeiten und die Bildung von Nachhaltigkeit betreffen zudem nicht nur uns und unsere Region, sondern alle Teile und Menschen der Welt. Deshalb zielt eine nachhaltige ökonomische Entwicklung auch auf die Einführung umweltverträglicher Produktionstechniken weltweit.
Die Bildung nachhaltiger ökonomischer Entwicklung betrifft alle in unserer Gesellschaft, Unternehmen, Verbände, Politik, zivilgesellschaftliche Akteure, Arbeitnehmer und Arbeitgeber und auch die einzelnen Bürger.
Die neuen EU-Strategie hebt deshalb auch die „Förderung einer blühenden, innovationsfreudigen, wissensstarken, wettbewerbsfähigen und ökologisch effizienten Wirtschaft, die in der gesamten Europäischen Union einen hohen Lebensstandard, Vollbeschäftigung und eine hohe Qualität der Arbeitsplätze gewährleistet", hervor. Mehr... (pdf)
Ein Ziel für Jeden sollte sein, das eigene (auch unternehmerische) Handeln zu überdenken, auf Kriterien der Nachhaltigkeit zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern. Dass nachhaltiges Wirtschaften schon am Morgen mit der Tasse Kaffee oder Tee beginnt, lässt sich beispielsweise am Thema fairer Handel feststellen. Es sind aber auch weitergehende Ideen gefragt, die nachhaltiges ökonomisches Handeln ermöglichen.
Beispiele aus dem Veranstaltungskalender von NRW denkt nach(haltig):
Faire Woche 2008-06-27
Vom 15. bis 28. September findet die bundesweite Faire Woche statt.
Umweltmarkt und Weltkindertag
Über 70 Verbände und Einrichtungen präsentieren ein vielfältiges
Angebot, das von Regionaler Vermarktung, Erneuerbare Energien,
Klimaschutz über Infostände bis hin zu musikalischen Beiträgen, Spiel
und Spaß für Klein und Groß reicht.