Website_NRWdn_02-02-2016Nach acht bunten und erfolgreichen Jahren endet das Webangebot von „NRW denkt nach(haltig)“. Zahlreiche Themen, die Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten und der Versuch, die unzähligen nachhaltigen Aktivitäten in NRW zu bündeln: Das alles liegt nun hinter dem Projektteam, welches mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die Projektarbeit zurückblickt. Mit viel Freude und Begeisterung hat das Team Projektinformationen, Veranstaltungstipps und Konzepte entgegengenommen und veröffentlicht, Aktionswochen und Veranstaltungen besucht, Interviews geführt und Workshops veranstaltet.

NRW denkt nach(haltig) hatte den inhaltlichen Schwerpunkt „Medien und Nachhaltigkeit“ und verstand sich selbst als Dienstleister und Plattform für Nachhaltigkeitsakteure aller Art in NRW. Zu den Aufgaben des Projekts gehörten Informationsleistungen und Unterstützungsangebote, die über die zentrale Plattform www.nrw-denkt-nachhaltig.de, den dazugehörigen Blog sowie über Facebook veröffentlicht wurden. Langjährige Auftraggeberin war Dr. Angelica Schwall-Düren, die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, der das Projektteam für die langjährige Unterstützung herzlich dankt – besonders auch für ihre aktive Rolle bei den alljährlichen Preisverleihungen, bei denen sie die Gewinnergruppen persönlich auszeichnete.

Das Projekt trug zur Steigerung des Bekanntheitsgrades einzelner Einrichtungen genauso bei wie zu einer zunehmend vernetzt wahrgenommenen Gesamtschau des nachhaltigen Engagements von größeren und kleineren Einrichtungen, von aktiven Einzelpersonen, Schulen und anderen Zusammenschlüssen. NRW denkt nach(haltig) bot den bereits Aktiven ein Forum, das sie für ihre Eigendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit nutzen, und den interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Adresse, unter der sie sich Anregungen für den Besuch von Veranstaltungen, aber auch für das eigene nachhaltige Handeln holen konnten.

Dies alles war nur möglich mithilfe des aktiven und engagierten Netzwerkes, bei dem sich das Projektteam an dieser Stelle ganz herzlich für die langjährige Mitwirkung und Unterstützung bedanken möchte.

Warum nun etwas Neues beginnen?
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben dem Projektteam sehr deutlich gemacht, dass gesellschaftliche Belange im Bereich der Nachhaltigkeit einen immer größeren Raum einnehmen. Bürgerinnen und Bürger wollen sich in einer immer komplexer werdenden Welt am Geschehen beteiligen und benötigen hierfür die notwendigen Informationen und Kanäle, über die die eigene Position verbreitet werden kann. Nun bieten die sozialen Medien für (fast) jeden die Möglichkeit des Austauschs und der Teilhabe. In der Praxis wird jedoch deutlich, dass das Konzept „alles immer überall“ zu ungeprüften Informationen, Gerüchten, Beleidigungen und schlimmerem führen kann. Medien verstehen und kompetent einzusetzen geht nicht automatisch einher mit ihrer Nutzung. Dies ist jedoch entscheidend für jeden einzelnen sowie für die Gesellschaft.

header_grimme-labUm hier Hilfestellung zu leisten, möchten wir mit dem neuen Angebot stärker als bisher gesellschaftspolitisch relevante Themen aufgreifen, diese inhaltlich füllen und die Informationen medial aufbereiten. Unter dem Titel Grimme Lab wird das Team sowohl inhaltlich als auch methodisch arbeiten. Themen werden aufbereitet, Umsetzungs- und Verbreitungsmedien werden ausprobiert und der gesamte Prozess wird für die Leser(innen) dokumentiert und bewertet.

Doch bevor sich das Team seinen neuen Aufgaben widmet, gibt es im Folgenden einen Rückblick auf acht Jahre Projektarbeit.

Entstanden ist NRW denkt nach(haltig) aus der Initiative NRW: NEUES LERNEN. Mit dem Ziel, nachhaltige Akteure in NRW – klein und groß – bei ihrer Arbeit und ihrem Engagement zu unterstützen, nahm das Projektteam seine Arbeit auf, um der Nachhaltigkeit in NRW Gesicht und Stimme zu verleihen. NRW denkt nach(haltig) war ein Beitrag zur UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 – 2014) und wurde als offizielles Projekt bis zum Abschluss der Dekade wiederholt ausgezeichnet.

NEWS_Fotolia_55931370_LÜber den gesamten Projektverlauf veröffentlichte das Projektteam News, Veranstaltungen und weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit. Hier wurden alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit bedacht (ökologisch, ökonomisch, sozial). Die Vielfalt in NRW und darüber hinaus hat auch das Projektbüro beeindruckt und dafür gesorgt, dass das Webportal mithilfe von zahlreichen Zulieferungen und Kooperationen ein umfangreiches Angebot für an Nachhaltigkeit Interessierte zur Verfügung stellen konnte. Allein im projekteigenen Veranstaltungskalender wurden gut 3.700 thematisch relevante Veranstaltungen vorgestellt. Im Jahr 2011 wurde die Projekt-Website komplett überarbeitet. Neue Rubriken wie etwa die Themenspecials, das Projekt der Woche sowie das Ding der Woche kamen hinzu.

Mit dem NaturGut Ophoven verband das Projektteam eine jahrelange Kooperation. Das NaturGut Ophoven beriet das Projektteam im Themenbereich der ökologischen Nachhaltigkeit, schrieb Beiträge für den Projekt-Blog und unterstützte die Wettbewerbsjury bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger. Das Projektteam „NRW denkt nach(haltig)“ unterstützte wiederum das NaturGut bei der Verbreitung und Bewerbung des Lehr- und Lernangebots. An dieser Stelle bedankt sich das Projektteam ganz herzlich bei allen Mitwirkenden für die interessante und engagierte Zusammenarbeit.

Eine weitere Kooperation verband das Projekt mit der Arcandor AG. In den Jahren 2008 und 2009 wurde gemeinsam an der Umsetzung von Mikroförderungen gearbeitet. In den beiden Jahren erreichten das Projektbüro 43 Förderanträge, aus denen elf Projekte und Initiativen ausgewählt und mit insgesamt knapp 3.000 Euro unterstützt wurden.

Im Rahmen der Projektlaufzeit fanden regelmäßig Workshops als Serviceangebot für die Netzwerkpartner statt. Alle Veranstaltungen hatten neben der Nachhaltigkeit den Einsatz von Medien zur Verbreitung des eigenen Angebots und Engagements zum Schwerpunkt. Einige der Workshops wurden im Projekt-Blog dokumentiert:

nrw-dn_aufmacherDarüber hinaus zeichnete NRW denkt nach(haltig) mithilfe von Partnern einmal pro Jahr beispielhafte Projekte und Veranstaltungen aus NRW im Rahmen des projekteigenen Wettbewerbs aus. Die besten Beiträge zur ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit wurden von einer Jury ausgewählt und auf einer zentralen Schlussfeier mit Urkunden und Geldpreisen bedacht. Insgesamt nahmen 412 freie Projektgruppen mit Beiträgen rund um das Thema Nachhaltigkeit am Wettbewerb teil. Davon wurden 62 mit Preisen ausgezeichnet. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle selbstverständlich den Preissponsoren, die dem Projektteam über die Jahre großzügige Preise und Preisgelder zur Verfügung gestellt haben. Zu nennen sind hier insbesondere:

  • die Arcandor AG,
  • die Agentur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BnE-Agentur),
  • die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen,
  • das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen,
  • das Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen,
  • radio NRW,
  • die Staatskanzlei NRW,
  • die Stiftung Gemeinsam Handeln.

In der Rubrik „Archiv“ finden Sie einen Überblick über die Preisträger der Jahre 2012 bis 2014.

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Themenspecials. In deren Rahmen beschäftigte sich das Projektteam anlässlich aktueller Begebenheiten und Entwicklungen mit zahlreichen Inhalten und zeigte anhand themenbezogener Aktionen, Veranstaltungen und Projekte in ganz NRW auf, wie vielfältig und wirkungsvoll das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in NRW umgesetzt wurde. Zentraler Bestandteil der Themenspecials waren Zulieferungen aus dem Netzwerk zu thematisch passenden Projekten und Initiativen. Seit Veröffentlichung der neuen Website im Jahr 2011 wurden 47 Themenspecial online gestellt, in deren Rahmen mehr als 230 Projekte der Woche vorgestellt wurden.

Themen waren unter anderem: Apps, Hardware, Weiterbildung, Fundraising, Klimaschutz, Stadtentwicklung, Gesundheit, Ernährung, Konsum, Design, Urlaub – alles verbunden mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

Die Themenspecials der Jahre 2011 bis 2015 finden Sie hier.

Eine Übersicht über die dazugehörigen Projekte der Woche finden Sie hier.

Interessant und unterhaltsam war auch die Rubrik „Ding der Woche“. Hier fanden sich skurrile und bemerkenswerte Aktionen, Projekte und Produkte der Nachhaltigkeit. Eine Liste aller Dinge der Woche finden Sie hier.

Handbuch „Medien und Nachhaltigkeit“
Aufmacher_Handbuch-StartseiteSocial-Media-Erscheinungen werden mehr und mehr zum festen Bestandteil in der Alltagskommunikation von Menschen. Hierin Potenziale zu erkennen und zu nutzen ist mittlerweile auch Aufgabe von Institutionen und Organisationen. Neben Aufklärungsarbeit und der bloßen Vermittlung von Wissen können diese Medien insbesondere dafür genutzt werden, um eine Vernetzung und Partizipation voranzutreiben. Ob einfach durch das Unterschreiben einer Online-Petition oder das aktive Austauschen über Interessen bis hin zur Planung von Offline-Aktivitäten wie Guerilla Gardening – die Grenzen der Potenziale, die vor allem Social Media bieten, lösen sich mehr und mehr auf und fördern neue Möglichkeiten der Kommunikation zutage. Mehr Menschen zu erreichen und eine zukunftsfähige Welt zu gewährleisten, ist das Ziel dieser Akteure – eine mehr als hilfreiche Erweiterung ihrer Kommunikation stellt das Social Web dar.

Das Handbuch bildete das Potenziale ab und demonstrierte anhand von Beispielen einiger Nachhaltigkeitsakteure die Maßnahmen und Wirksamkeit kompetenter Mediennutzung für die Bildung für nachhaltige Entwicklung. So vielfältig dieses Thema ist, so vielfältig sind die hier aufgezeigten Möglichkeiten und Strategien. Die einzelnen Beiträge verdanken sich unterschiedlichen Autorinnen und Autoren und sind in Teilen bereits im Projektblog erschienen, was aktuelle Bezüge an der einen oder Stelle erklärt. Dass sie abseits der aktuellen Bezüge nach wie vor von Belang sind, ergibt sich (hoffentlich) nach der Lektüre.

An dieser Stelle sei jedoch insbesondere denen gedankt, die uns unentgeltlich mit ihren Gedanken und Erfahrungen unterstützt und Gastbeiträge zugeliefert haben. Ohne sie wäre das Handbuch nicht möglich gewesen!

Das Handbuch finden Sie hier.

Blog
Blog_Dokumentation-Aktionstage_2009Das Projekt NRW denkt nach(haltig) beinhaltete zunächst zwei Blogs: einen, der speziell auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen zugeschnitten war, und einen generellen Projektblog. In beiden Blogs fanden sich (Außen-)Reportagen, interessante Linktipps sowie Artikel zu nachhaltigen Themen. Autoren waren zum einen Projektteammitglieder, zum anderen aber auch externe Verfasser(innen).

Im Projektblog wurden unter anderem die Projekt-Workshops sowie die BNE-Aktionstage der Deutschen UNESCO Kommission dokumentiert. Ebenfalls im Blog erschienen Interviews mit Nachhaltigkeitsakteuren, die Einblicke in die Praxis gaben und neue Ideen präsentierten, wie Nachhaltigkeit medial kommuniziert werden kann. Wie können Computerspiele die Notwendigkeit von Ressourcenschonung vermitteln? Wie können Online-Kurse zur BNE genutzt werden? Oder, wie können Apps Lebensmittelverschwendung verhindern? Auf all diese und weitere Fragen, gab es im Blog Antworten.
Besonders hervorzuheben sind außerdem die Artikel zum Engagement des Projektes im Rahmen des Global Media Forum in den Jahren 2012-2015:

Der Kinder-Blog enthielt unter anderem die Dokumentationen des Kooperationspartners NaturGut Ophoven. Inhalte waren die Ferienwochen für Schulkinder, die sich jedes Jahr mit neuen ökologisch nachhaltigen Themen auseinandersetzen. Betreuer und Kinder verfassten Texte und stellten Bildmaterial zusammen. Nach dem Einstellen des Kinder-Blogs sollten diese Beiträge erhalten bleiben und zogen in den Erwachsenen-Blog in eine eigene Rubrik um.

Facebook_02-02-2016Neben der Website bediente das Projektteam auch einen Facebook-Account. Dieser griff Themen auf, meldete News aus dem Projekt und postete nachhaltige Links und Informationen. Der Account dient auch in der Übergangszeit von NRW denkt nach(haltig) zum Grimme Lab als Informationstool. Schauen Sie also immer wieder einmal vorbei.

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