Vortrag: Die Schlingnatter – Reptil des Jahres 2013

 
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Die Schlingnatter ist eine der am weitesten verbreiteten Schlangenarten in Europa. Dennoch ist sie vielen Naturinteressierten kaum bekannt. Dies liegt in erster Linie an der versteckten Lebensweise dieser kleinen, unscheinbaren Natter, die bei uns vor allem offene und halboffene Habitate wie z. B. Magerrasen, Hochmoore, Heiden, lichte Wälder oder felsige Standorte besiedelt. Auch in Wuppertal finden sich noch einzelne Vorkommen, die hier im Osten der Stadt, im Marscheider Wald, beheimatet sind.

Obwohl die Schlingnatter eine relativ anpassungsfähige Art ist, die auch in Mitteleu-ropa noch stellenweise häufig vorkommt und veränderte Sekundärlebensräume wie Weinanbaugebiete und Abgrabungen besiedelt, gilt sie insgesamt als selten und in vielen Gebieten als bedroht. In Nordrhein-Westfalen wird sie in der Roten Listen als „stark gefährdet“ eingestuft.

Der Vortrag geht auf die Verbreitung, Biologie und Ökologie, Gefährdung und Schutz dieser häufig mit der Kreuzotter verwechselten Natternart ein. Einen Fokus wirft er zudem auf die Vorkommen im Wuppertaler Raum und die bald 20 Jahre betriebenen Schutzbemühungen, und stellt Ergebnisse jüngerer Untersuchungen zur Biologie und Ökologie dieser faszinierenden Art aus Wuppertal vor.

Zum Referenten:
Dirk Alfermann studierte in Bayreuth Biologie und schloss sein Diplom mit einer Arbeit zu „Populationsbiologischen Untersuchungen an der Blindschleiche im Lechtal“ ab. Von 2007 bis 2010 beschäftigte er sich im Rahmen eines Promotionsvorhabens in-tensiv mit der Schlingnatter in Wuppertal. Zurzeit arbeitet er beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern und Leitet hier die Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach im Landkreis Traunstein.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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