Ungenutzte Potentiale in Afrika – Tschad

 

Wann

11/09/2012    
19:00

Wo

Eine Welt Forum Aachen e.V.
An der Schanz 1, Aachen, 52064
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Die Situation des Tschad ist nur ein Beispiel für viele Staaten in Afrika, in denen die große Mehrheit der Bevölkerung in tiefer Not leben muss. Das Leben wird bestimmt von politischen, sozialen und kulturellen Strukturen, die seit der Kolonialzeit verzerrt sind, von neokolonialer Ausbeutung und Belastung durch undemokratische Systeme, die sowohl national wie auch international gegen die Bevölkerung durchgesetzt werden, dabei militärische Auseinandersetzungen und Bürgerkriege, und das alles in einer gefährdeten Umweltsituation . die Ursachen der Not sind vielfältig.

Für die Industriestaaten bietet Afrika wertvolle Ressourcen, die es für die Industrieländer so attraktiv machen. Die afrikanischen Menschen zählen dabei wenig. Ebenso ist Afrika Empfänger von so genannter Entwicklungshilfe. Den afrikanischen Menschen entsprechen die gewählten Wege der Hilfe nicht immer.

Doch es gibt Ansätze und beispielhafte Ergebnisse von solidarischer Zusammenarbeit zwischen afrikanischen und westlichen Initiativen im Interesse der afrikanischen Bevölkerung – gelungene Friedens- und Menschenrechtsarbeit.

Der Tschad, gelegen in Zentralafrika, ist fast viermal so groß wie Deutschland und beheimatet etwa 11 Millionen Menschen. Ende des 19. Jahrhunderts brachte Frankreich die dortigen Königreiche in seine Gewalt und verleibte sie seiner Kolonie Französisch-Äquatorialafrika ein. 1960 erst wurde der Tschad offiziell unabhängig. Heute zählt er zu den Ländern Afrikas mit besonderer Armutssituation. Die Gewinne der Erdölförderung tragen nicht wie erhofft zur Armutsbekämpfung bei. Denn die grassierende Korruption und Vetternwirtschaft des Clanregimes verschlingen einen Großteil des Staatshaushalts. So bleiben die Lebensbedingungen der Bevölkerungsmehrheit schwierig.
 
Anhand von Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit lokalen Partnerstrukturen wird das Engagement für Rohstoffgerechtigkeit und Friedensarbeit veranschaulicht. Dabei werden die Handlungsspielräume und Schwierigkeiten von Entwicklungsinitiativen kritisch diskutiert.

Referenten: Dr. Jürgen Jansen, Astrid Meyer

Dr. Jürgen Jansen war Politikwissenschaftler am Institut für politische Wissenschaft der RWTH Aachen und ist in der Eine-Welt-Arbeit aktiv. Astrid Meyer arbeitet bei MISEREOR in Aachen und war sechs Jahre als Fachkraft der Entwicklungszusammenarbeit (AGEH und DED) im Tschad und in Nord Kamerun tätig.

Dienstag, 11. September 2012, 19 Uhr

VHS, Peterstraße 21-25, Raum 214  .  Kein Entgelt

Eine Kooperationsveranstaltung von: Volkshochschule Aachen & Eine Welt Forum Aachen
e. V.

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